Bildungspolitische Position der Kreisjugendreferate
Februar 15th, 2008Hallo Kolleginnen und Kollegen,
ausgehend von Wolfgangs Papier lade ich Euch ein, zur Vorbereitung unseres nächsten Treffens ein Paar Fakten und Praxiserfahrungen zu sammeln.
Grundsätzlich scheint es mir, daß wir hier in den Landkreisen in der Praxis teilweise schon weiter sind, während auf verschiedenen Landesebenen entspr. Positionen erarbeitet werden. Diese Punkte gilt es zusammenzutragen!!
dann starten wir mal ![]()
zum positionspapier zwei drei anmerkungen von mir:
- den ausbau offener ganztagesschulen möchte ich ungern befürworten. die erfahrungen entspr. rektoren bei uns, unsere diskussion im jha zu unseren teilplan und nicht zuletzt die ganzen efahrungen aus anderen (bundes)ländern zeigen, dass wenn schon ganztagsschule, nur die gebundene/für alle verpflichtende die einzig vernünftige form im sinne eines ganzheitlichen (schulischen) bildungskonzeptes ist
- dabei ist natürlich zu diskutieren, wie sich im sinne einer vernünftigen kooperation freiwillige angebote der jugendarbeit mit einer verpflichtenden ganztagesschule verbinden lassen
- die neuordnung der zuständigkeiten werden ja nun wieder rückgängig gemacht. für die schulämter durchaus nachvollziehbar, da die art und weise der eingliederung nicht gerade glücklich lief. wenn aber mit neuordnung dieses gemeint war, würde ich eher fordern, die eingliederung beizubehalten!
- es bedarf bei der ganzen aufkommenden diskussion um ganztagesbildung erst mal einer begriffsbestimmung. klar ist jugendarbeit auch bildungsarbeit, sie findet allerdings in der FREIZEIT statt. hier muss mal wieder ein wertigkeit rein, da bei der ganzen diskussion man meinen könnte, dass nur noch organisierte bildung das maß aller dinge ist. wo bleibt die freiheit, das zu lernen was man will, sind informelle und non-formelle bildung nur noch tote worthülsen?
- Die Ganztagesschule ersetzt die offene und verbandliche Jugendarbeit nicht (siehet den anhang der mail) vor allem nicht das in bawü meist umgesetzte konzept der offenen form (freiwillig 3 tage bis 16:00) da gibt es genug zeit für die jugendlichen, vor allem, wenn sie ihre hausaufgaben wie geplant in der gts machen. man hat den eindruck, das argument “wegen der gts kommen keine jugendliche mehr ins haus” ist oft eine faule ausrede für das eigene verstaubte und wenig bedarfsorientierte konzept einzelner jugendeinrichtungen, da sollte unser hauptaugenmerk liegen!!
so, dass reicht erstmal, ich wünsche eine lebhafte diskussion
volker